Auf den Spuren von Astrid Lindgren
Astrid Lindgren war eine der bekanntesten schwedischen Schriftstellerinnen und wurde am 14. November 1907 auf Näs bei Vimmerby geboren. Sie gehört zu den erfolgreichsten Kinderbuchautoren der Welt. In Deutschland kann sie mit einer Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren glänzen, wie kaum ein anderer. Mit ihrer Fantasie ist sie Mutter von Pipi Langstrumpf, Michel von Lönneberga, Ronja Räubertochter und vielen anderen geworden.
Ihre Kindheit beschrieb Astrid Lindgren stehst als glücklich. Wie die Kinder der einfachen Leute, besuchte auch sie eine Schule für nur drei Jahre lang. Ein befreundetes Ehepaar jedoch überredete die Eltern, Astrid auf eine weiterführende Schule zu schicken. Dort lernte Sie viele Sprachen und schloss mit einem guten Examen ab. Danach erlernte Sie auf Wunsch ihrer Mutter den Haushalt zu führen.
Später wurde der jungen Astrid angeboten, als Volontärin bei der Zeitung zu arbeiten. Dabei erlernte sie rasch das Journalistenhandwerk und bekam endlich die Berufsausbildung, die sie sich gewünscht hatte. Später wurde sie schwanger und ging sie nach Stockholm. Sie arbeitete als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei. Ihren bald darauf geborenen Sohn gab sie in eine Pflegefamilie. In dieser Zeit begann sie sich Gedanken darüber zu machen, selber Bücher zu schreiben.
Sie hatte nicht von Anfang an vorgehabt Schriftstellerin zu werden. Für ihre später geborene Tochter erfand sie dann die Geschichte von Pipi Langstrumpf. Ihr erstes selber geschriebenes Exemplar wurde von den Verlagen nicht angenommen. Sie nahm mit ihrem Buch „pipi Langstrumpf“ an einem Preisausschreiben teil und gewann den ersten Preis. Illustriert werden ihre Bücher anfangs von ihr selber. Danach stellten sich mit den verschiedensten Werken erneute erfolge ein. Die beliebtesten Bücher sind bis heute Kalle Bomquist, Ronja Räubertochter, Mio, mein Mio, Karlsson vom Dach, Michel aus Lönneberga und Die Brüder Löwenherz.
Sie geriet vor dem schwedischen Parlament in Diskussionen, weil eines der Bücher den Selbstmord verherrliche. 1978 wurde ihr als erster Kinderbuchautorin der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels anerkannt. Mit diesem Preis unterstützte sie eine Debatte zur gewaltfreien Erziehung von Kindern.
Ihren jugendlichen Humor behielt sie bis ins hohe Alter hin und konnte sich in die Köpfe der Kinder hinein versetzen. 1997 erhielt sie den Preis Schwedin des Jahres 1997. Sie nahm den Preis entgegen und sagte: „Ihr verleiht den Preis an eine Person, die uralt, halb blind, halb taub und total verrückt ist. Wir müssen aufpassen, dass sich das nicht rumspricht“. Sie starb im Alter von 94 Jahren in Stockholm an den Folgen einer schweren Virusinfektion.